Bericht der Muggelpresse (das Original findet ihr hier, inkls. Fotos und einem kleinen Video):

Zauberschüler ziehen durch Hessenstein

Von Nadja Zecher-Christ Hessenstein. Nebelschwaden wabern durch den Wald an der Jugendburg Hessenstein. Sie umgeben das Gemäuer mit einem mystischen Hauch. Die geheimnisvolle Atmosphäre ließ die Burg zum Schauplatz für eine Kampagne der Johann-Weyer-Akademie werden. Bei der Schule für Zauberei handelt es sich um ein Rollenspiel für Erwachsene, das sich an die Harry-Potter-Welt der Autorin Joanne K. Rowling anlehnt. „Es handelt sich um Magie auf dem zweiten Bildungsweg“, erklärt Spielleiterin Cathrin Eder alias Beatrix Flux. Im realen Leben sind die Rollenspieler bodenständig. „Ich bin in der Forschung und Entwicklung tätig“, erzählt Cathrin Eder. Spielleiter Jörg Eppler alias Obslata Smoljan arbeitet in der Logistik. Rund 50 Akteure aus Deutschland und Österreich hatten die Burg in eine Zauberschule verwandelt. Sie schlüpften drei Tage lang in die Rollen von Hexen, Zauberern, Professoren, Priestern und gruseligen Wesen. Die Flügel der Burg waren den Schulhäusern Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin zugeordnet. Fast alle Kostüme und Dekorationen waren in Eigenarbeit hergestellt. Für Make-Up und Frisuren war ein Maskenbildner zuständig. Damit der Schulalltag nicht nur aus Unterricht bestand, hatten sich die Professoren eine Geschichte ausgedacht. „Da in der Schule schlimme Dinge passiert sind, stehen wir vor der Frage, ob die Schule weitergeführt oder geschlossen werden soll. Das ist die Ausgangssituation“, erklärt Eder. Die Geschichte spielt nach dem Sieg über Lord Voldemort. Da sich die Zauberschüler mit Drachenpocken infiziert hatten, galt es, einen Heiltrank in der Hexenküche zu brauen. Im Wald mussten gruselige Wesen bekämpft werden. Dort lauerten unter anderem ein Werwolf, eine Medusa, ein Todesser und die weiße Lady auf sie. Den Abschluss bildete eine Schulmeisterschaft im Zauberspiel „Quidditch“, das man auf fliegenden Hexenbesen spielt. ~~

Bericht einer Spielerin:

Katharina Suppengruen Dienstag, 19. November 2013, 16:14 Ein schweres Erbe Bevor ich später noch ein allgemeines Feedback gebe, muss ich einfach diese wunderbaren Szenen rund um mein Erbe wiedergeben, weil,die ja kaum jemand mitbekommen hat. Angefangen hat ja alles mit diesem ominösen Feldermauspäcken, dass weitere Erbstücke meiner Tante lieferte. Übrigens vom Gewicht her kaum noch vertretbar für so eine arme Fledermaus. Es enthielt Gold und Edelsteine, einen Rührlöffel und eine unglaublich hässlichen Umhang. Kurze Zeit später tauchte dann mitten im VgddK-Unterricht dieser elendige Erbschleicher Suppemblau auf, mit dem ich mir dann in Anwesenheit von Bernadette eine hübsche juristische Debatte liefern durfte. Witzig witzig und grandios gespielt von Suppemblau und seiner Anwältin, die mich auch in Kenntnis setzten, dass der Umhang aus Hauselfenhaar (!) sei. Getrieben von moralischen Bedenken vertraute ich mich Prof. Schnirkelborn an und wir testeten die Herkunft der Fasern im Labor - erneut eine unglaublich witzige Szene. Das wurde dann durch Teil 3 - der Verbrennung des widerwärtigen Umhangs am Sonntag morgen nochmal in den Schatten gestellt, weil Prof. Schnirkelborn diese wunderbaren einfühlsamen Worte für die Hauselfen und gegen die Unterdrückung geknechteter Wesen gehalten hat. Ey Älter, Bente, da hättest Du grad mitgeheult! 1000 Dank für diesen Super-individuellen- Nebenplot!

Bericht eines Spielers:

Das JWA7 war mein erster Kontakt mit der Harry-Potter-Welt, der über das anschauen der Filme hinausging, wenn mir auch LARP sicher kein Fremdwort ist. Es war ein schon bisschen schwer, im Vorfeld einzuschätzen, wie das Spiel so werden wird, da man einfach die Konventionen und Gepflogenheiten im Spiel noch nicht kennt. Anfangen will ich erstmal mit einem dicken Lob an die Orga, die nicht nur viel Plot über die wenigen Tage durchgebracht hat, und hier nicht nur ein oder zwei Hauptplots, sondern eben auch dieses Arbeitsintensive Eingehen auf die individuellen Hintergrundgeschichten der Schüler. Ich z.B. war sehr überrascht, dass man sich die Mühe gemacht hatte, für meinen Hintergrund extra ein Erinnerungs-Video zu drehen. Ich würde mal behaupten, dass so was eher eine Seltenheit ist. Dann meine Mit-Slytherins - die für meine Begriffe eben Slytherin waren. Wir haben uns im Vorfeld ja ein bisschen beraten, wie böse es nun sein soll, und ich glaube, wir haben da ausgehend von den anderen Postings hier ein gutes Mittelmaß zwischen Kooperation und Antipathie gefunden. Ich kann nicht sagen, dass ich mit einem von unserem Haus schlechtes Spiel hatte, es hatte viel Spaß mit euch allen gemacht, und ich würde mich sehr freuen alle von euch wiederzusehen! Wundervoll hier unsere Muggelgeborene Kassandra, die erstmal auch von uns als Aussätzige behandelt wurde, dann als zu versteckendes Geheimnis, und schließlich als "eine von uns". Oder unsere Detective, der auf den "wahren Pfad" gebracht wurde. Oder meine Stellvertreterin, die in gewissen Dingen überraschenderweise sehr auf meiner Wellenlänge lag *hüstel* Verhör *hüstel*. Oh, und zum Haus gehörend natürlich unsere komplett unparteiische Hauslehrerin Naturgegeben hatte ich natürlich weniger Spiel mit den Schülern aus anderen Häusern, aber hier kam mir zum Glück der Plot zu Hilfe, so dass ich eine Entschuldigung hatte, möglichst oft gerade mit den Vertrauensschülern der anderen zu reden. Da war meine Befürchtung auch hin und wieder: Bin ich zu kooperativ? Sollte ich warten, bis ein anderes Haus uns an einen Tisch bittet? Ihr habt die Antipathie zu uns aber prima rübergebracht, besser hätten wir uns das auch nicht wünschen können. Schade war ein bisschen, dass der anfängliche Wahlkampf zum Schulsprecher so früh zu ende war, da hätte man noch viel mit Wahlkampf machen können. OT war natürlich klar, dass ein Slytherin gegen eine Ravenclaw keine Chance hatte, aber ich hätte doch noch so viele pompöse Wahlversprechen an die lieben Hufflepuffs raushauen können. OT fand' ich's übrigens toll, was die Unruhestifter der anderen Häuser da Samstag Nachts in den Fluren abgezogen haben - gab's mir doch eine Gelegenheit, bei der Direktorin zu petzen! (Ich hatte schon überlegt, ob ich mich später noch mehr einmischen sollte, dachte aber, ich lasse euch besser euren Spaß). Einen besonders schönen Gruß auch an alle Mitglieder des besten Teams überhaupt, Team 3 - kein Wunder, mit 3 Vertrauensschülern. Und mir natürlich, denn wer sonst sollte aus all diese Nicht-Slytherins ein schlagkräftiges Team schmieden? So waren wir selbstverständlich diejenigen, die zuerst ihre Kette von einem Werwolf eroberten, und dazu noch, weil uns gerade langweilig war, den Dementor ausschalteten. Kinderspiel. Wie schon gesagt, tatsächlich war es OT natürlich großartig, dass wir alle dazu gezwungen wurden, zusammenzuarbeiten. Wenn man eben den bösen, arroganten Motzkopf spielt ist es schwierig, mit Spielern aus anderen Häusern ins Spiel zu kommen - aber durch die permanente Notlage war es mir zum Glück möglich, plausibel auf "Gryffindors sind Hohlköpfe, aber wir brauchen sie" umzuschalten. Und es war schön, das auch auf der "Gegenseite" so schön in den Gesichtern zu sehen, wie offen mir bei allem Möglichen misstraut wurde. Also Dankeschön an alle für das schöne Spiel in Team 3! Und da waren natürlich noch die ganzen Helfer und NSCs im Hinter- und Vordergrund. Stark im Gedächtnis geblieben sind mir da u.a. der Unterricht im heroischen Zaubern (Güldentor war wirklich goldrichtig gespielt), der Geschichtsunterricht mit Besen (und wie wird man den Trotteligen Nervsack von Nicht-lehrer schnell los?), Das Kraftlinientanzen (Argh!) und für mich auch das total missratene und aus der Bahn gelaufene Verhör des diebenden Muggels. Auch hier - danke allen, auch denen die ich jetzt nicht genannt habe, für das schöne Spiel. Nebenbei glaube ich, dass wenn unser bester Freund, der bärtige Auror, noch ein bisschen weiter die Schule und die Schüler mies gemacht hätte, hätte da so mancher Schüler den Zauberstab gezogen... Mhhh....also viel mehr fällt mir jetzt spontan nicht ein. Außer insgesamt was über die Veranstaltung zu sagen. Also ich hatte viel Spaß, ich fand das durchgehende IT-Bleiben von eigentlich allen sehr angenehm, die Deko hat eigentlich überall gestimmt (Sicher, nach oben hin ist das immer offen) - beeindruckend fand ich hier v.a. die Zutatenauswahl im Tränkelabor. Insofern - man sieht sich hoffentlich wieder nächstes Jahr! -Kelmon-

Bericht eines NSCs:

Mal ein ausführliches (Vorsicht, Bleiwüste! ) Feedback von mir, das ich auch mal in ein allgemeines Forum gestellt habe, damit sich vielleicht die Fantasy-Larp-Muggel auch mal einen Einblick verschaffen können: Letztes Wochenende war ich das erste Mal auf einem Harry-Potter-Larp, und möchte an dieser Stelle etwas Feedback in einer allgemeinen Form geben, die vielleicht anderen Larpern geht hilft, einen Einblick zu bekommen. Das Spiel hat mir sehr gut gefallen und Spaß auf mehr gemacht, und ich bedanke mich an dieser Stelle schon mal bei allen coolen Leuten, die ich kennengelernt habe, für das schöne Wochenende, und entschuldige mich, dass ich im folgenden Text nicht konkret auf euch eingehe (euch aber sicherlich indirekt mit anspreche). Ich komme ja ursprünglich vom Fantasylarp, bin aber in letzter Zeit ein bisschen auf der Suche nach Alternativen, die ein bisschen vom üblichen Abenteuerplot abweichen. Potter-Larp schien da eine interessante Option zu sein, auch wenn alle meine üblichen Larpkollegen die Idee eher mit Kopfschütteln quittierten: "Sind das dann lauter dicke Mittvierziger in zu engen Schuluniformen, die sich gegenseitig mit ihren Zauberstäben bewedeln? Danke, ich verzichte!" Also bin ich alleine hingefahren, allerdings nicht als Schüler, sondern als Lehrer-NSC, und zwar als "Professor Friedrich Schnirkelborn, Ministeriumsbeamter im gehobenen Dienst und Aushilfslehrer für Arithmantik". IT-Setting: Die Johann-Weyer-Akademie ist eine deutsche Zauberschule für "spätberufene", also erwachsene, Zauberer. Von der Organisation entspricht sie in weiten Teilen dem Hogwarts aus den Büchern, hat also die vier bekannten Häuser, Lehrer, einen Stundenplan, und diverse Anbindungen an die umgebende Zauberer- und Muggelwelt. OT-Setting: Gespielt wurde auf der Burg Hessenstein, einer typischen zur Jugendherberge umgebauten Burg, die ich auch schön vorher für Fantasysettings bespielt hatte, mit ca. 70 Personen war sie nicht ganz gefüllt. Der Con ging von Freitagabend bis Sonntag, wobei Anreise für NSC schon am Donnerstag möglich war. Besonderheit war, dass am Sonntag noch bis zum Mittagessen gespielt wurde, und am Sonntagabend noch für jeden der mochte ein geselliger OT-Abend samt Übernachtung auf Montag angeboten wurde. Letzteres fand ich eine hervorragende Idee, die nicht nur vermutlich den Abbau für die SL erleichterte, sondern auch die Möglichkeit gab, OT-Bekanntschaften zu schließen und das ganze noch mal Revue passieren zu lassen. Regelwerk: Zum größten Teil lief das Spiel punktelos, allerdings gab es ziemlich lange Zauberlisten, die die diversen Effekte aus der Vorlage reproduzierten. Diese waren sehr umfangreich, im Spiel gab es aber einige häufige und Zauber, während viele kaum Anwendung fanden. Außer den Gesten und Zaubernamen gab es meist keine Darstellungsbeschränkungen, so dass recht häufig Dinge durch Telling vermittelt wurden bzw. die Darstellung alleine beim Opfer lag (z.B. Lähmungszauber "Petrificus Totalus!"). Vorfeld: Der Con gehörte zu den am besten im Vorfeld durchorganisierten, die ich bislang erlebt hatte. Es gab ein ausführliches (digitales) Plotbuch, eine Wiki-Website, in der alle Rollen und diverse Infos zum Spielablauf eingetragen wurden, und mehrere Skype-Sitzungen für NSC im Vorfeld, in denen der Plot, bestimmte Spielszenen, und andere Dinge mit der SL besprochen wurden. Es gab sehr viel Feedback zur Rollengestaltung, und ausführliche OT-Infos. Neben dem Hauptplot gab es einen großen Fokus auf den Charakterplots der SC, für die meisten Charaktere gab es mindestens eine Szene, die speziell auf sie zugeschnitten war, in Form eines Traums, eines NSC-Auftritts oder ähnlichem. Spiel auf dem Con: Im Ablauf unterschied sich der Potter-Con eigentlich im Prinzip erstaunlich wenig von einem typischen Fantasy-Akademiecon: Es gab einen Hauptplot mit Artefakten, die man finden konnte, ein paar Actionszenen, einen Außenplot im Wald, eine Gerichtsverhandlung, Traumszenen, einige NSC, mit denen man interagieren konnte, und natürlich Spiel der verschiedenen Rollen untereinander. Als NSC hatten die meisten eine Lehrerrolle als Festrolle, und ein paar Springerrollen je nach Bedarf. Der Schlachtenaspekt fiel natürlich weg, und grundsätzlich gab es auch wenig "Fertigkeitenspiel", sondern eher freie Interaktion untereinander. Dadurch, dass im Prinzip jeder Zugriff auf ein recht großes Zauberrepertoire hatte, waren die Charaktere eigentlich in der Praxis recht gleichwertig, und die teilweise auf dem Papier sehr mächtigen Fähigkeiten in den Hintergrundstories störten eigentlich nicht. Vielleicht war das auch ein Grund, weswegen es zwar durchaus ein gewisses Bedrohungsszenario und letztendlich auch einige Tote gab, ich aber das Spiel aber generell als sehr locker und kooperativ empfunden habe. Der Spielablauf war recht "voll", mit diversen geskripteten Szenen, aber auch spontanes Spiel zwischen den Charakteren fand sehr häufig statt. Ich kann mir vorstellen, dass der gemeinsame Hintergrund und die dadurch von Beginn an klaren Beziehungen zwischen den Figuren da viel halfen, andererseits aber auch die Tatsache, dass viele Spieler sich und ihre Rollen von vorherigen Spielen bereits kannten. Inszenierung/Immersion: Die Hessenstein bietet eine Mischung aus teils ambientigen, aber größtenteils sehr modern eingerichteten Innenräumen. Von der Orga und auch den Spielern wurde viel dekoriert, dieser Eindruck blieb aber die ganze Zeit erhalten, wobei der Vorteil war, dass viele moderne Annehmlichkeiten in einer Zaubererschule deutlich weniger ambientestörend sind, als sie es in einer Fantasy-Burg wären. Für mich, für den die opulente Ausstattung der Potter-Filme sehr faszinierend ist, lag hier einer der größten Wehmutstropfen: Trotz des teils sehr liebevollen Deko-Einsatzes (kleiner Stand mit Muffins in Fledermaus-Deko, viele selbstgemalte Portraits, Zauberwesen in Käfigen, in Hausfarben dekorierte Gemeinschaftsräume, umfangreiche Bibliothek etc.) fehlte für mich oft ein bisschen die schwere, dichte Opulenz der Kinofilme, und auch Zauber und Zauberwesen konnten für mich meist kein so richtiges "Wow! Magie!"-Gefühl auslösen. Vieles wirkte letztendlich doch ein bisschen gebastelt oder improvisiert, obwohl durchaus auch oft viel Kreativität und Humor zu spüren waren. Letztendlich ist der Unterschied, der eine Szene vom "Herr der Ringe"-Kinofilm von der Ausstattung eines typischen Fantasycon unterscheidet, auch bei Harry Potter zu spüren, was man aber nur schwer jemandem zum Vorwurf machen kann. Positiv fand ich hingegen den Gesamteindruck der Kostüme: Der Hintergrund bietet genug Raum für viele Variationen von opulent-antiker Gala bis hin zu schrillem Humor, was in der Praxis auch gut funktioniert, und gerade die gewisse Uniformierung der Schüler mit festen Hausfarben und bestimmten immer wiederkehrenden Elementen (Umhänge, Pullunder, Schals) schaffte es trotz vieler im Detail sehr unterschiedlicher Umsetzungen erstaunlich gut, ein geschlossenes und ambientiges Bild zu präsentieren. Mitspieler: Ich selbst bin glaube ich grundsätzlich eher der zurückhaltende Spieler, und war gerade am Anfang auch unsicher, was mich so erwartet und was es in meiner Rolle so für Spielmöglichkeiten gibt, weswegen ich vermutlich in vielen Szenen etwas planlos und zögernd rübergekommen bin. Ich war aber angenehm überrascht von meinen Mitspielern: Die IT-Dichte war sehr hoch, die Stimmung unter Spielern, SL und NSC durchgehend gut, und der Umgang miteinander eigentlich immer (OT) entspannt und kooperativ. Bei vielen meiner Mit-NSC war ich nachhaltig beeindruckt, mit wie viel Schwung und Wandelbarkeit sie gespielt haben, und auch unter den (stellenweise noch recht jungen und Larp-unerfahrenen) SC gab es viele Beispiele für schönes und kreatives Charakterspiel. Und obwohl (oder gerade weil?) sich viele der Rollen ja als menschliche Zauberschüler (bzw. -Lehrer) von den Rahmenbedingungen recht ähnlich waren, schafften es viele, klare "Typen" herauszuarbeiten und rüberzubringen. Und auch bei Charakteren, bei denen ich im Vorfeld gedacht habe "Oha, das klingt aber nach einem ziemlichen Egotrip, im Fantasylarp sind solche Leute meist ziemlich unerträglich!" passte das Spiel eigentlich sehr gut. Richtig "schlechtes Spiel" ist mir auch nicht aufgefallen. Fazit: Eigentlich hatte ich mich mit Harry-Potter-Larp nach einem Spielfeld umgesehen, dass grundsätzliche Abwechselung vom typischen Fantasy-Abenteuercon bietet, und diese Vorstellung hat sich eigentlich nicht erfüllt, viele der Spielmechanismen und Abläufe sind durchaus ähnlich. Ist das deswegen negativ? Für mich nicht, denn meiner Meinung nach funktionierten viele der Mechanismen auf diesem Con besser als im Fantasyspiel, was vermutlich an der eher entspannten Atmosphäre, dem gemeinsamen Hintergrund, und in diesem besonderen Fall sicherlich auch an der Orgaleistung und der Chemie zwischen den Mitspielern lag. Gerade als Gegengewicht zu düsteren Settings (Endzeit, Horror) oder Schlachtencons wie dem Conquest finde ich aber diese Art von Spiel sehr reizvoll, und mir hat das ganze Lust auf mehr gemacht. Vielleicht traue ich mich ja für das nächste Mal, über meinen eigenen Schatten zu springen und ein paar abwechselungsreichere und forderndere Szenen zu spielen, und ein paar Ideen für hübsche Requisiten hätte ich auch... Also, extra für dieses Forum, nochmal Danke an alle!