Bericht eines Spielers:

TOP 3: Ein Irrlicht taucht auf. Ich frage nach, was denn so ein Irrlicht macht, wenn ihm langweilig ist. Antwort: "Oh, ein Irrlicht ist gefährlich. Es lockt Meschen in den Sumpf und die versinken dann im Moor." Gut, und was machen wir grad... Wir laufen ihm hinterher, vielleicht will es uns ja was sagen... Zu diesem Zeitpunkt beschließe ich, meinen Besen zu holen. Als ich wieder zu der Gruppe aufgeschlossen habe ist dem Rest auch aufgefallen, dass es nicht unbedingt die beste Idee ist, dem Irrlicht hinterherzulaufen. Sie schicken Debby vor. Nach kurzer Zeit sind wir allein mit dem Irrlicht. Dieses versinkt im Moor und Debby schaut mal nach, wie es da unten wohl so aussieht. Es folgt eine dramatische Rettungsaktion meinerseits, ich ziehe sie aus dem Moor. Dann trage ich sie zurück zur Schule, wo es leider keiner bemerkt ( das war das einzige Manko an der Szene ). Ich hoffe einfach mal, dass es für Debby nicht zu unbequem auf meinen Schultern war... Fragen wie " Ähm... Debby, warum hast Du Dich nicht aus dem Sumpf rausapperiert und warum bist Du nicht wieder gelaufen, als Du festen Boden unter den Füßen hattest?" standen zwar im Raum, für mich war es aber klar. Bei meiner Heldenausstrahlung handeln Frauen halt irrational :wink: TOP2: Nape ärgert Lotta (Vielleicht ein klein wenig vereinfacht ausgedrückt) Dafür muss ich ihn verprügeln. Ist nur die Frage wie... Slys haben halt immer nen Schatten dabei. Ich beschließe, den direkten Weg - hingehen, umhauen, weggehen. Ganz ohne Heimlichtuerei. Dann entdecke ich ihn (kurze OT-Absprache, damit bei angedeuteten Schlägen nichts passiert), er steht mit ca. 5 Slys vor dem Heilerbüro im Gespräch mit Frau Schindhold. Zum Glück ist er einer der hinteren. Ich geh also hin, dreh ihn an der Schulter zu mir, gib ihm nen Schlag in die Magengegend und ramm ihm mein Knie ins Gesicht. Er "protestiert" bei den Schlägen lautstark. Aber die anderen Slys lassen sich nicht vom Gespräch ablenken! Niemand nimmt Notiz davon. Nape liegt inzwischen am Boden, als sich doch eine Sly umdreht. Sie schaut mir ins Gesicht und sagt etwas von privatem Gespräch. Ich sag nur, dass ich nicht stören wollte und hier eh grad fertig bin. Sie dreht sich wieder um, ich tret noch zweimal nach und geh dann. Ich bin ca. 10m den Gang runter als ich plötzlich höre "OH GOTT NAPE, was ist denn mit Dir passiert?!!" TOP1: Die "Endsituation" mit der Harpie. Es war wunderbar, das letzte Stück der Tafel hin und her zu werfen. Wie früher auf dem Schulhof, wenn man von irgendwem die Griffelmappe gemopst hat. Und dann die Idee. HELDENEINSATZ: "Diomedea, los, hau ab, ich halt die Harpie auf!" Dann die Feststellung, dass das auf Dauer nicht fuktionieren wird. Die Harpie ist im Luftkampf einfach überlegen. Zeit für eine Verzweiflungstat, Harpie greifen und vom Himmel fallen. Hab ich schon Erfahrung drin und irgendwer flickt mich dann schon zusammen (Dazu sag ich nur PLOPP PLOPP!). Leider klappt es nicht ganz so wie geplant, ein paar Schüler sprechen einen Schwebezauber und bewahren die Harpie und mich vor dem Aufschlag. Zu ca. diesem Zeitpunkt entdeckt die Harpie, dass sie einen Schnabel hat und sich mein Hals direkt davor befindet... Die Harpie hackt also auf meinen Hals ein und zwei Mitschüler diskutieren, wie sie dieses Problem lösen können. Im Endeffekt schaffen sie es aber und ich werde nach kurzer Behandlung vor Ort (" EPISKEY! ... hmm funtioniert nicht!" "Oh Gott, er blutet!" Jemand anderes kommt hinzu "Habt ihr schon n Episkey probiert?" "Ja, funktioniert nicht" "Mist, kann hier mal jemand helfen?" Eine weitere Person kommt hinzu "EPISKEY" Alle anderen: "Das funktioniert nicht!!!" "Okay, dann machen wir einen Verband...") werde ich evakuiert. Lurena fliegt mich zur Schule, dort legen wir eine theatralische Bruchlandung hin und ich bekomme professionelle Hilfe. So, vielleicht habe ich an der einen oder anderen Stelle leicht übertrieben oder ein paar Details verschwiegen. Mein Ziel war es, ein paar schöne Momente aufzuzählen und dabei ein wenig zu unterhalten. Dabei habe ich versucht, ein wenig von Jeremiahs selbstherrlicher Sichtweise einzubauen, weil dass die Situationen noch schöner wirken lässt. Wer sich auf den Schlips getreten fühlt, kann gerne schreiben, wie es wirklich war.

Bericht der Muggelmedien:

Harry Potter Rollenspiel gestern an Dötlingen

Von Tanja Schneider

DÖTLINGEN. Es herrscht Verwirrung und auch ein bisschen Angst: Nach der großen Explosion findet sich die Zauberschule plötzlich samt Schülern und Lehrern nicht mehr im beschaulichen Dötlingen, sondern im belgischen Robertville wieder. Als sei das Chaos noch nicht groß genug, schlafen nacheinander noch die Hauslehrer ein und sind nicht mehr wach zu kriegen. Und auch die Harpyie treibt in der Schule ihr Unwesen. Die Schüler der vier Häuser Slytherin, Gryffindor, Hufflepuff und Ravenclaw sind plötzlich auf sich allein gestellt. Es gibt nur eine Lösung: Sie müssen einen Zaubertrunk brauen, der die Lehrer wieder weckt und die Schule zurück nach Dötlingen befördert.

Nachdem das Harry-Potter-Rollenspiel der Johann Weyer Akademie für spät berufene Zauberkünstler im Januar erstmals im Dötlinger Schullandheim über die Bühne ging, eroberten über 50 Rollenspieler aus ganz Deutschland und Österreich an diesem langen Wochenende zum zweiten Mal den Künstlerort, schwebten mit Umhängen und Besen über das Gelände, lernten Zaubersprüche und spielten sogar Quidditch.

Wie im Januar wurde wieder im "Harry-Potter-Setting" gespielt. Das heißt, es gibt die viel Häuser, denen die Schüler zu Beginn zugeteilt werden, aber keine konkreten Figuren wie zum Beispiel Harry Potter oder Hermine. Nur bei den Lehrern findet sich der eine oder andere Professor aus Hogwarts wieder.

"Außerdem gibt es momentan keinen Unterricht, sondern Grundbildungskurse, mit denen sich die Schüler auf das 'Trimagisches Turnier' vorbereiten", erklärt die Direktorin Valerie Mandragora, im wirklichen Leben Britta Havemann.

"Schaffen die Schüler den Vorentscheid, können sie gegen andere Schulen antreten und ihre Zauberkünste beweisen." Gelernt wurde gestern Vormittag deshalb fleißig - ob Alchemie, Kräuterkunde oder die Pflege magischer Geschöpfe. Von denen gibt es in der Zauberschule schließlich viele. Neben der Harpyie, die nie die Wahrheit sagt und so Unruhe stiftete, hatten manche Schüler bereits einen Mantikor gesehen. "Das sind ausschließlich weibliche Wesen", erklärte die Hauslehrerin von Ravenclaw, gespielt von Cathrin Eder. "Aber sehr gefährlich." Die Schüler machten sich fleißig Notizen, mussten aber irgendwann feststellen, dass auch ihre Lehrerin von der "Schlafkrankheit" befallen war. Am späten Nachmittag überschlugen sich dann die Ereignisse: Ein Zaubertrank musste her, um das Böse abzuwenden.

"Hat die Geschichte, die wir zu Beginn angestoßen haben, erst einmal begonnen, entwickelt sich das Rollenspiel schnell zu einem Selbstläufer", weiß Eder aus Erfahrung. Wichtig sei, dass die Schüler mitmachen. "Sie müssen reagieren, wenn sie angegriffen werden oder gegen sie ein Zauberspruch gesprochen wird", so die Hauslehrerin von Ravenclaw.

Außerdem gilt es, die Hausregeln zu beachten. Dabei versteht es sich von selbst, dass die Schüler nicht mit gezücktem Zauberstab durch die Schule rennen oder in den Gängen fliegen. Strengstens verboten ist auch "Muggel"-Kram wie Handys oder Computer. Dennoch ist den Schülern die Welt der Menschen nicht fremd, haben sie doch während ihrer Ausbildung auch "Muggel"-kunde. Wer noch nicht LARP-erfahren ist und zum ersten Mal einem solchen Rollenspiel beiwohnt, muss zudem erst lernen, zu "verpottern". Daran mussten sich die Schüler halten, wenn sie für ihr Haus - genau wie in den Bestseller-Romanen - Punkte erhalten wollten.

Quelle: Wildeshauser Anzeiger