Bericht einer Spielerin: *räusper* Also, ich fand das WE einfach spitze. Es hat wirklich gerockt. Dies war mein erstes LARP, daher bin ich dort schon mit gemischten Gefühlen hingefahren, doch die haben sich mir nichts, dir nichts verflüchtigt. Als Fremde wurde ich herzlichst empfangen und superschnell integriert. Unser Zimmer (Slytherin II) war gemütlich, ich kam mir wirklich vor wie auf einem Internat... An dieser Stelle möchte ich auch ein ganz großes Lob an die Requisite aussprechen. Hammermäßig. So viel Liebe zum Detail. Häuserfarbenentsprechende Tischdecken und Servietten, üerall Kerzen und Laternen, ein beeindruckender Horst und viele Banner, Bilder etc. - kurzum, das Ambiente war fabelhaft. Der Unterricht hat mir sehr viel Freude bereitet und auch hier war wieder die Liebe und Leidenschaft an der Sache deutlich. (Außer vielleicht bei Professor Bane... ). Richtig Spaß hat mir auch unsere Quidditchrunde gemacht. Ich wusste gar nicht, dass Wanda dazu in der Lage ist... hihihi... Nun gut, was soll ich noch sagen? Halt! Nape Food - das war überirdisch. Chapeau! Ich freue mich auf ein nächstes Mal und vorher auf die Quidditchschulmeisterschaft. *alle umärmel* P.S.: Und ich bleibe dabei, ich werde nicht Mitglied im Magnus-Fanclub und wenn du mich 100mal fragst, Maria!   Bericht der Muggelmedien:

35 Rollenspieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verwandelten Schullandheim in die Zauberschule Hogwarts

Dötlingen - Von Martin Siemer

"Wenn Sie jemand fragt: Sie schreiben für den Blocksberg-Kurier“, weist mich Professorin Emily Gutkind an, ehe sie mir noch einen schwarzen Umhang verpasst. Ich soll den Verlauf des „Harry-Potter“-Rollenspiels der Johann Weyer Akademie für spätberufene Zauberkünste, das zum wiederholten Mal im Schullandheim Dötlingen stattfand, nicht stören.Doch schon bei meiner Ankunft war ich als „Muggel“ (Mensch) aufgefallen, als ich die dunkel gekleidete Frau an der Hintertür des Schullandheims nach der Spielleitung fragte. Sie antwortete mir auf Englisch und verwies mich an Emily Gutkind, im wirklichen Leben Cathrin Eder. Die 25-Jährige ist eine von vier Organisatoren des dreitägigen Events, an dem 35 Mitspieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnehmen.„Wir orientieren uns an den ‚Harry Potter‘-Romanen. Unsere Spielhandlungen sind jedoch frei erfunden“, erzählt die mit einem Zauber umhang gekleidete Professorin Gutkind. Dann nimmt sie mich mit auf einen Streifzug durch die Zauberschule Hogwarts.Wie in den „Harry Potter“- Romanen sind auch hier die verschiedenen Flügel und Zimmer des Gebäudes den einzelnen Schulhäusern „Hufflepuff“, „Gryffindor“, „Ravenclaw“ und „Slytherin“ zugeordnet. Räume, die von den Spielern nicht betreten werden dürfen, sind mit einem einfachen Schild mit der Aufschrift „Wand“ gekennzeichnet. „Das ist dann eben keine Tür“, erklärt Gutkind.Im Treppenhaus begegnet uns Hausgeist „Maria“, der dafür sorgt, dass sich wie von Geisterhand Türen öffnen und schließen.Fantasie und Improvisationsvermögen sind die wichtigsten Voraussetzungen, um bei diesem Rollenspiel mitmachen zu können. Denn wie sonst soll ein normalsterblicher Mensch beim „Quidditch“, dem traditionellen Besen-Flug-Sport-Spiel aus den Potter-Filmen, durch die Luft fliegen? „Man hebt einfach den linken Arm, dann wissen die Mitspieler, dass man gerade schwebt“, erklärt Gutkind.An diesem Wochenende herrscht mal wieder Ausnahmezustand in Hogwarts. Das Zauberministerium hat alle Lehrer der Zauberschule entfernt und durch eigene ersetzt. Sowohl gemeinsam als auch mit Einzelaktionen versuchen die Live-Rollenspieler, das alte Lehrerkollegium wieder herbeizuschaffen.Auf Außenstehende wirkt das ganze Geschehen ein wenig sonderbar. Doch die Rollenspieler sind ansonsten absolut bodenständige Menschen. „Ich arbeite in der Forschung und Entwicklung“, erzählt Emily Gutkind alias Cathrin Eder. Ihr Mitspielleiter Jörg Eppler ist in der Logistik tätig. „Bei vielen Teilnehmern spielt der Peter- Pan-Effekt sicherlich eine Rolle“, vermutet er. „Die Erwachsenen wollen sich einfach ein Stück ihrer Kindheit erhalten“. Sabine Simmet von der Schule für Zauberei in Wien hat das erste Rollenspiel dieser Reihe 2006 ins Leben gerufen. Doch schon seit 1990 gibt es Veranstaltungen dieser Mischung aus Improvisationstheater und „Pen and Paper Rollenspielen“ wie beispielsweise der „Herr der Ringe“. Die „Harry-Potter“-Reihe wird sicher bald fortgesetzt. Vorerst kehrten die Charaktere aber in ihr reales Leben zurück. Quelle: Wildeshauser Anzeiger