Bericht einer Spielerin:
Oh Mann. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Als absoluter Neuzugang auf der JWA war ich wirklich ziemlich aufgeregt, was wohl auf mich zukommen würde.
Da mein Charakter (also Marlyou) ja schon zwei Jahre in Hogwarts war (was OT bedeutet, dass ich diesen Chara schon auf einem „Hogwarts-Larp“ gespielt habe), waren natürlich Erwartungen und Ängste gleichermaßen vorhanden.
Wie geschockt war die arme Mary, als sie sehen musste, was für seltsame und wunderliche Gestalten dort in der Schule über die Flure liefen…. Pinke, zweizöpfige, aufmüpfige Zicken… Hauspokalbesessene V-Schülerinnen…… Von Vampiren gebissene Fledermausphobikerinnen (was wirklich unpraktisch ist bei Fledermauspost..gg)…… Angeberische, narzistische Egozentriker…… uuuuuralte Hexe mit Stimme direkt aus dem Himmel….. Zauberer, die am Stock gehen und im Unterricht nicht aufstehen- aber beim Quidditch FETT ABROCKEN……..total abgefahrene Doxy-Züchter……Adelige, die sich einen feuchten Kehricht um ihre Abstammung kümmern, dafür aber permanent die Welt retten!!!...... einen ganzen Haufen liebevoll-naiver Huffis, die den ganzen Tag harmlos rumlaufen und am Ende mal eben einen DRACHEN ausbrüten…… Gryffindors in Muggelkleidung….. wunderschöne Veelas…. Ich sag nur: Schorsch…… Und und und. (Diese Liste, die eine KOMPLIMENT –Liste ist, ist natürlich unvollständig- ihr wart ALLE GEIL!)
Mary hatte nach dem ersten Abend das erschreckende Gefühl, außer der süßen, kleine Marie-Julie aus Beauxtbaton die einzige „normale“ an dieser Akademie zu sein.
Und dann erst die Lehrer???...... Eine äußerste imposante Erscheinung von Schulleiterin, die sich aber nach einiger Zeit als eher ähm…..Schwerpunkte-setzende-Unterstützerin…. herausstellte (kurz: sie war ja SO WAS VON SLYTHERIN!!! :-) ) Ok- mit durchgeknallten Wahrsageprofessorinnen hat Mary Erfahrung, aber DIE… boah, die war echt krass!!!!! Nicht viel weniger durchgeknallte Pflanzenkundeprofessorin mit LRS. Eine ägyptische, statuengleiche Schönheit, die die kleine Mary mit Nettigkeit erst erschlägt und dann mal eben „Blutmagie“ als das normalste der Welt verkauft (ok- wer damit umgehen kann…*grins*) Ein Professor, der mal eben im Unterricht (übrigens SEHR zweifelhafter Unterricht) rauslässt, dass er ein Schwarzmagier ist. Eine Hauslehrerin, die beschließt, sich mit dem Bösen zu verbinden, hat Mary den Boden unter den Füßen weggerissen. Gott sei Dank war da der nette Mr. Huut. Zunächst in dem Glauben, dass der stattliche Mr. Huut aus der ganzen Masse der Profs heraus sticht, in dem er einfach nur kompetent und wohlwollend ist, bringt er am Samstag Abend mal eben jemanden um und die kleine Mary war wieder geschockt. Dummerweise brachte er wohl den Verlobten der Hauslehrerin von Slytherin um und Mary war gezwungen, eine Professorin angreifen um diese davon abzuhalten, ihren Hauslehrer umzubringen.
OK- klingt das wie: „ZU KRASS um WAHR ZU SEIN!!“???? Dann wisst ihr, wie mein Rollenspiel-Wochenende war!! GEIL GEIL GEIL!!!!
Riesenkomplimente an alle Rollenspieler! So viele tolle und liebevolle Details! Unglaubliche Vorbereitung! Riesenspaß! Wirklich!
Danke an die wunderbare SL! Ihr habt euch wirklich eine Wahnsinnsmühe gemacht. All die viele Kulisse und die Bastelarbeiten im Vorfeld! Man konnte noch nicht mal die Hand in die Postkiste stecken, ohne dass man danach von einer Fledermaus gebissen, mit Kunstblut zur Schulheilerin rennen musste. Danke an die ganzen SLs, die die Bäume und Drachen usw. gespielt haben. Von „Telling“ scheint ihr nix hören zu wollen, ihr seid echt KRASS und die ganzen Visionen, Träume und coolen Szenen waren einfach der HAMMER!
Eins meiner persönlichen Highlights war das Schachspiel! Leute, war das cool! Aber auch der normale Unterricht, die vielen kleine Mini-Plots und Überraschungen…. Echt! Vollkommen überzeugt davon, dass diese Schule wirklich der gefährlichste Ort der Welt ist, war die kleine Mary, als im Runenkundeunterricht ein Professor (EIN PROFESSOR) erst einen „Fluch-Aufspür-Zauber“ verwendete, bevor er IN EINE SCHALE GUMMIBÄRCHEN griff!!!! Als Marylou ihn entgeistert anstarrte und er meinte: „Man kann ja nie wissen!“ war ihr ab dem Moment klar, dass sie hier völlig am Arsch war, wenn sie ihr Leben nicht selbst in die Hand nahm. (Gell, Gabriel….ich lerne schnell *zwinker*)
Dann gab es doch einige schöne Zweier-Szenen (Outing: Ich bin ein Fan von gruseligen, ernsten, tiefgründigen Zweier-Szenen), welche allerdings bei so einer Masse an Spielern und Plot gar nicht so einfach zu kriegen sind. Danke an Holly und Jeremiah dafür, dass ich doch welche bekommen habe!!!
Jetzt im Nachklang würde ich gerne mit einigen Leuten per Fledermauspost (email oder PN) weiterspielen. Z.B. muss ich Kaspar noch eine Eule schicken, dass die Doxy, die er mir verkauft hat leider doch trächtig war und Marylous Mutter hat beinahe einen Herzinfarkt bekommen… Prof. Rosewood wird wohl einen Brief vom dem Hersteller von Marylous Zauberstab erhalten….. Es gibt noch sooooooo viele Geschichten zu erzählen und ich freue mich schon auf die nächste JWA… VERDAMMT- wieso ist das noch so lange!?!?!?!?!!?!?
Danke danke danke an Euch alle,
Mary
 
 
Bericht der Muggelmedien:

2. Johann-Weyer-Akademie in Rotenburg

Rotenburg. Schon zum zweiten Mal war der Rotenburger Kreisjugendhof am vergangenen Wochenende Schauplatz mysteriöser Ereignisse: Rund 60 Harry-Potter-Fans hatten ihn in die Zauberschule „Johann-Weyer-Akademie“ umfunktioniert und schlüpften drei Tage lang in die Rollen von Zauberschülern und -Lehrern.Live-Rollenspiel heißt dieses Hobby, bei der die Teilnehmer in einer Art Improvisationstheater die  Welt aus ihren Lieblings-Romanen lebendig werden lassen. Kostüme und Dekoration werden dafür mit viel Aufwand oft in Eigenarbeit hergestellt. Und damit das Wochenende nicht nur aus Zauber-Unterricht und Schulversammlungen besteht, müssen sich die Lehrer als Spielleiter auch eine spannende Geschichte ausdenken.Diesmal war die Zauber-Akademie auf mysteriöse Weise in der Zeit zurückversetzt worden, ins 16. Jahrhundert. Neben dem Dämon, der offenbar für diese Ereignisse verantwortlich war, mussten sich die Zauberer daher auch mit der Inquisition auseinandersetzen und ihre Zauberei geheimhalten. Höhepunkt des Abenteuers war aber ein Schachspiel mit menschlichen Figuren (ein Motiv, das dem ersten Harry-Potter-Roman entlehnt wurde).Allerdings musste der Dämon, der die Zauberschüler zu diesem Match herausforderte, erst noch ein wenig trainieren; Unter den Schülern befand sich zufällig ein echter Schach-Europa­meister…Doch die JWA ist beileibe nicht die einzige Zauberschule dieser Art. Neben der „Wiener Schule für Zauberei und Hexenkunst“ war diesmal auch zum ersten Mal das „Zauberschloss“ aus Berlin mit Gastprofessoren und Austauschschülern dabei. Das Zauberschloss organisiert in Berlin regelmäßig ein großes Rollenspiel-Event, an dem auch Besucher teilnehmen können.Sogar eine Schulmeisterschaft im Zauberspiel „Quidditch“, das auf fliegenden Hexenbesen gespielt wird, wird jedes Jahr zwischen den verschiedenen Schulen ausgetragen. Bei der Johann-Weyer-Akademie ist man natürlich besonders stolz darauf, dass die „JWA Allstars“ in diesem Jahr den Pokal erringen konnten.Im Kreisjugendhof, wo das Event bereits zum zweiten Mal stattfindet, fühlen sich die Rollenspieler wohl. Nicht nur die Architektur passt gut zu einem Schulgebäude, auch das Hauspersonal macht bei dem Spiel gerne mit und verkleidet sich mit schwarzen Umhängen als Zauberschüler, um die Illusion nicht zu stören. Für die Organisatoren steht deshalb fest: „Im nächsten Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder.“ Quelle: http://kreisanzeiger-online.de/